Eine Geschichte über Dachgauben, Dachüberstände, Vollgeschosse und Drempel….

Eigentlich, so dachten wir zumindest, wäre unser Haus schon fertig geplant. Leider muss das geplante Haus aber umgeplant werden. Und zwar ziemlich.

Es kam zu dem üblichen Ortsgespräch mit dem Architekten auf dem Baugrundstück. Hierbei wurde alles ausführlich und klar besprochen. Sah alles gut aus, bis auf „Kleinigkeiten„. Aus diesen „Kleinigkeiten“ resultiert aber letztendlich eine Umplanung des Traumhauses.

1. Das Obergeschoss sei, trotz der Schrägen, aufgrund der Regelungen der LBO BaWü ein Vollgeschoss. Unser Bebauungsplan lässt bei zwei Vollgeschossen aber nur einen Kniestock (Drempel) von 30 cm zu. Super, geplant haben wir aber 100 cm. Der Achitekt bat uns darum, diesbezüglich bei dem Bauamt nachzuhaken, inwieweit eine Ausnahmegenehmigung für den erhöhten Kniestock in Betracht kommen würde. Ist das aber nicht eigentlich Aufgabe des Architekten?

Hier erhielten wir jedoch eine positive Nachricht: da der geltende  Bebauungsplan für unser Grundstück aus dem Jahr 1971 stammt ist bei der Definition des „Vollgeschosses“ die alte LBO heranzuziehen. Glücklicherweise ist nach der alten LBO das geplante Dachgeschoss, zumindest nach der Aussage des Bauamts, kein Vollgeschoss, so dass ein Kniestock von 80 cm zulässig ist. Allerdings sah das Bauamt keinen Grund für eine Befreiuung auf 100 cm. Gut, mit 80 cm können wir gut leben und planen demenstprechend.

2. Weiterhin war nach Auffassung des Architekten der Dachüberstand 10 cm zu lang. Nach der LBO dürfe dieser nur 1,50 m betragen. Danhaus hatte uns einen wunderschönen Dachübersstand von 1,60 m geplant. Wunderbar hat das ausgesehen. Auch eine Überdachung des Hauseingangs konnte man sich so sparen. Wir stimmten der Kürzung des Überstandes gleich zu, 10 cm sind ja nicht die Welt.

Blöd nur, dass die Auskunft der Kürzung auf 1,50m falsch war. Tatsächlich darf nach der LBO BaWü in unserem Fall der Dachüberstand nur 55 cm sein. Grundsätzlich bleibt der Dachüberstand bis zu einer Länge von 1,50 m außer Betracht; der Dachüberstand muss dann aber noch mindestens 2 Meter vom Nachbargrundstück entfernt sein. Wir planen jedoch die unser Haus in 2,55 Metern Entfernung zum Nachbarhaus. Abzüglich der 2 Meter Mindestabstand verbleiben also noch ganze 55 Zentimer für den Dachüberstand.

Nachteil: Durch die Verkürzung des Dachüberstands wird der Kniestock sichtbar und muss nun mit Holz verkleidet oder auch verklinkert werden. Kostet natürlich auch wieder mehr.

Aber es kommt noch schlimmer: Geplant waren auf jeder Dachseite jeweils eine Dachgaube. Wie wir nun erfahren haben, passen die von uns ausgesuchten Gauben jetzt nicht mehr auf das Dach, da der Dachüberstand für die Gauben zu kurz ist. Als Alternative werden zwei Kaptitänsgiebel vorgeschlagen. Sehen ganz gut aus. Wie sollte es aber anders sein: natürlich kosten auch die diese mehr.

Wir warten gespannt auf einen Entwurf unseres Hauses mit den Kapitänsgiebel….

Vermessungsergebnis schon nach 7 Tagen

Heute morgen habe ich eine e-Mail an das beauftragte Vermessungsbüro geschrieben. Ich wollte wissen, ob unser Fax mit der Auftragserteilung angekommen ist und wie der Zeitplan für die Vermessung aussehen wird.

Die Antwort überraschte dann doch. Und zwar sehr positiv. Vermessung hatte schon am Dienstag stattgefunden (obwohl das beauftragte Unternehmen eine einfache Anfahrt von 150km hat!), Ergebnis sollte heute, spätestens aber Montag vorliegen. Zwei Stunden später hatte ich eine Email mit den Unterlagen.

So soll das sein. Nochmals vielen Dank hierfür! Wir werden Sie sicherlich weiter empfehlen!

Vermessungsbüro Friesch und Kleiss