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1 Jahr leben im Danhaus – ein Fazit

Wie die Zeit vergeht. Heute vor einem Jahr, am 20.09.2014, sind wir in unser Danhaus gezogen. Unglaublich, dass dies schon wieder ein ganzes Jahr her ist. Dies ist nun doch ein guter Zeitpunkt einmal ein Fazit zu ziehen. Das Fazit wiederum fällt aber kurz aus: wir sind einfach rundherum zufrieden. Wir fühlen uns noch immer als würden wir in einem Ferienhaus leben. Kleinere Probleme mit der Wärmepumpe wurden durch Acalor immer sofort gelöst. Auch Anfragen des Bauherren an Danhaus, den Bauleiter und die Subunternehmen („ich hab da mal ne Frage, ist das so wirklich korrekt alles?“ – der Bauherr neigt hier wohl etwas zur Überkorrektheit, sorry an alle Beteiligten ) wurden immer geduldig beantwortet. Danke hierfür!

Durch den heißen Sommer ist aber eines aufgefallen: die Polarisolierung ist nicht nur im Winter super, sondern funktioniert auch hervorragend im Sommer. Die Wärme, die mal im Haus drin ist, geht so einfach nicht mehr raus. Wir haben keine Acalor-Kühlfunktion und daher waren es teilweise kuschelige 30 Grad im Haus. Ohne Rollläden, um die Wärme abzuhalten, wäre das noch schlimmer gewesen. Zum Glück ist die Kühlfunktion nachrüstbar, dies steht auf der Agenda für die kommenden Jahre. Wir würden den angehenden Bauherren daher dringend sowohl zu Fensterläden (überall!) wie auch zu der Kühlfunktion von Acalor raten.

Da unser Danhaus (bis auf den Keller, der immer noch ein graues Dasein fristet und wohl auch noch lange wird) fix und fertig war, hatten wir im Verlauf diesen Jahres genug Zeit uns etwas um Garten, Vorgarten und Eingangsbereich zu kümmern. Ganz fertig sind wir aber immer noch nicht geworden, was aber nicht an Zeitmangel, sondern eher an Lustlosigkeit des Bauherren lag. Nächstes Jahr auf der Agenda stehen hier noch eine Veranda um die Terrasse und ein Kiesweg durch den Garten zu unserer Gartenhütte.

Den Rasen hatte der Bauherr ja letztes Jahr kurz nach Einzug schon ausgesät, so dass dieses Jahr im hinteren Teil des Gartens neben dem Pflanzen eins Pfirsichbaums, zweier japanischer Kirschblüten und sonstigem Grünzeug nur noch Düngen und Nachsäen auf dem Plan stand. Der Rasen ist auch ziemlich gut gelungen, auch wenn er im heißen Sommer trotz viel Wässern gelitten hat.

Blick in den Garten
Blick in den Garten

Im Eingangsbereich haben wir bei dem Onlineshop http://www.pflanzmich.de ein paar Smaragd-Thujen bestellt. Nach dem Einsetzen wurde um die Pflanzen Unkrautvlies verlegt; auf das Unkrautvlies wurde schließlich Holzdekor aufgebracht. Der Vergleich zwischen April und jetzt zeigt deutlich, dass die Thujen gut angewachsen sind.

Eingangsbereich April 2015
Eingangsbereich April 2015

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Eingangsbereich August 2015
Eingangsbereich August 2015
Eingangsbereich August 2015
Eingangsbereich August 2015

Im Vorgarten haben wir noch einen Zierapfelbaum gepflanzt und auch noch Rasen ausgesät. Der Magnolienbaum hat zum Glück die Bauphase – trotz unfachmännischem Schnitt – gut überstanden.

Vorgarten
Vorgarten
Vorgarten
Vorgarten

Im Sommer haben wir uns es dann letztendlich auch nicht nehmen lassen einen kleinen Pool zur Abkühlung zu kaufen. Hier müssen wir aber im nächsten Jahr eine Fläche plan mit Pflastersteinen auslegen, damit der Pool gerade steht.

Garten im Sommer mit Pool
Garten im Sommer mit Pool

Nun warten wir aktuell noch auf ein paar Lorbeersträucher für den hinteren Teil des Gartens.

 

Update: Acalor Wärmepumpe und die Sperrzeit

Zuletzt hatte ich ja berichtet, dass Acalor nochmal vor Ort gewesen war um den Warmwasserthermostat und den Raumthermostat an den Hausstrom zu klemmen aufgrund unserer Sperrzeitregelung und dem damit einhergehenden Zwangsbetrieb der Wärmepumpe nach Ende der Sperrzeit.

Durch das Umklemmen konnte der Stromverbrauch deutlich reduziert werden. Wir hatten einen wöchentlichen Verbrauch vor dem Umklemmen von ca. 40-50 KWh pro Woche nur für das warme Wasser. Nach dem Umklemmen konnte ich einen Maximalverbrauch von 33,9 kWh / Woche und einen Minimalverbrauch von 23 KWh / Woche ablesen.  Der eigentliche Verbrauch hängt natürlich von dem eigenen Wassernutzungsverhalten ab. Bei uns wird täglich geduscht und ab und zu auch im Sommer gebadet. Operation war mithin äußerst erfolgreich.

An dieser Stelle sei auch nochmals der Kundendienst von Acalor gelobt.

Acalor Wärmepumpe und die „Sperrzeit“

Heute war mal wieder der Acalor Monteur bei uns. Unser Modell kommt offenbar mit den von den Stadtwerken verordneten Sperrzeiten nicht ganz klar.

Wir haben Ende April die Wärmepumpe ausgeschaltet bzw. nur noch auf Warmwasserbetrieb gestellt. Was im Winter noch ein Abfallprodukt vom Heizen ist, muss im Sommer natürlich ohne Heizung auch erwärmt werden.

Nun haben wir aber von unseren Stadtwerken am Tag zwei „Sperrstunden“, in welchen der Wärmepumpenstrom ausgeschaltet wird. Problem bei der Sache war aber, dass die Wärmepumpe nach den Sperrstunden immer angesprungen ist, auch wenn kein Warmwasser verbraucht wurde. Die Wärmepumpe rödelte dann teilweise bis zu 90 Minuten vor sich hin, ohne dass es irgendeinen Sinn gemacht hätte. Quasi 1-2 Stunden am Tag sinnloser Stromverbrauch. Das geht auf Dauer dann doch ins Geld.

Laut Acalor braucht der Warmwasserthermostat (aber auch der Raumthermostat) nach der Zwangspause etwas, um wieder die tatsächlichen Temperaturen zu „erfühlen“. So lange, wie es aber bei uns dauert, sei sehr ungewöhnlich. Der Grund hierfür wurde uns nicht genannt. Vielleicht ist er auch gar nicht bekannt bei Acalor.

Dem hat Acalor jetzt ziemlich einfach entgegen gewirkt: die beiden Thermostate hängen nun nicht mehr am Wärmepumpen-, sondern am Hausstrom und sind nicht mehr von der „Zwangspause“ betroffen. So sollten die Thermostate die tatsächlichen Temperaturen dauerhaft kontrollieren und müssen nicht nach der Zwangspause die Werte erst ermitteln. Hierdurch müsste sich dann auch in der Zukunft der Verbrauch senken. Ich bin gespannt.

Fünf Sterne gibt es aber wieder für den Acalor Kundendienst: schnell, freundlich, zuverlässig. So muss das sein.

Besser spät als nie: der Blower Door Test

Ende Februar hat dann unser Bauleiter, Herr Mootz, letztendlich noch den „Blower Door Test“ bei uns durchgeführt. Wir konnten den Test aus terminlichen Gründen erst jetzt durchführen; irgendwie hatten wir die ganze Zeit keinen übereinstimmenden passenden Termin mit unserem Bauleiter finden können. Aber wie sagt man so schön: besser spät als nie.

Der Bauherr hat vor dem Test bereits kleine Vorbereitungen getroffen: die Lüftung muss ausgeschaltet werden (geht nur über die Sicherung), die Aufsätze auf der Lüftung müssen so angebracht werden, dass keine Luft mehr einströmen kann (einfach umdrehen) und es soll vorsichtshalber noch mal überall Wasser laufen, dass keine Luft durch die Abflüsse strömen kann.

Bei Danhaus im Leistungsumfang ist der Blower Door Test inklusive. Mit dem Blower-Door-Test lässt sich die Luftdichtheit von Gebäuden zuverlässig messen, Leckagen bereits während der Bauphase feststellen und nach der Beseitigung der Schwachstellen die Qualität aller Maßnahmen zur Abdichtung der Gebäudehülle begutachten und dokumentieren. Es wird dabei ermittelt wie oft das Luftvolumen des Gebäudes bei einem bestimmten Unterdruck (i.d.R. 50 Pascal, entspricht einem Winddruck von ca. 4-5 Beaufort) pro Stunde ausgetauscht wird. Um diesen Differenzdruck aufzubauen wird in den Rahmen eines Fensters oder, wie bei uns, bei der Nebeneingangstür, die sogenannte Blower-Door  eingesetzt. Diese besteht aus einem individuell anpassbaren Aluminiumrahmen, der mit einer luftdichten Nylonplane bespannt ist. In einer Öffnung der Plane sitzt ein Ventilator mit elektronischer Drehzahlregelung.

Nylonplane in der Seiteneingangstor, Blower Door TEst
Nylonplane in der Seiteneingangstor, Blower Door Test

 

"Ventilator" beim Blower Door Test
„Ventilator“ beim Blower Door Test

Messstellen zur Ermittlung des Außen- und Innendrucks und des Druckabfalls in der Ventilatoreinlaufdüse vervollständigen den Messaufbau. Um nun eine gewünschte Druckdifferenz zwischen Gebäudeinnen- und Außenseite aufrecht zu erhalten, muss der Ventilator einen bestimmten Volumenstrom aus dem Gebäude „saugen“, dieser entspricht dem Leckagevolumenstrom der an sämtlichen Fehlstellen von außen in das Gebäude einströmt.  (Quelle der Blower Door Test Beschreibung: http://www.christofmootz.de/Blower-Door-Test.html ).

Der Test an sich verläuft dann allerdings ziemlich unspektakulär. Der kleine Ventilator Trödelt vor sich hin und erzeugt den Unterdruck um Haus. Das ganze dauert ca. 15 – 20 Minuten und fertig ist der Test. Das Aufbauen der Apparatur dauert länger als der Test selbst.

Für ein KfW 55 Haus wie wir es haben sieht der Gesetzgeber einen Wert von 3,0 vor, der durch die Messung erreicht werden muss. Danhaus hat sich hier ein anderes Ziel gesetzt und halbiert das ganze bereits auf 1,5. Bei uns kam letztendlich ein Wert von 0,84 heraus. Laut unserem Bauleiter ein hervorragender Wert im Bereich des Passivhausstandards. Was wir bereits den Winter über dachten hatte sich nun bestätigt: die Zimmerleute haben hervorragende Arbeit geleistet und das Haus ist dicht.

Dies hat man auch in den zurückliegenden Tagen während des Sturmtiefs „Niklas“ gemerkt. Es zieht nirgends. Zudem ist das Haus auch sehr gut schallisoliert, so dass man von dem windigen Treiben im Haus selbst gar nichts mitbekommen hatte.

Der erste Mangel – Wärmepumpe kommt nicht auf Touren; Heizungsverbrauch 2014

Ganz ohne Mängel geht es offenbar auch bei Danhaus nicht. Als es die letzten Tage so kalt war (Minusgrade) wollte die Wärmepumpe von Acalor leider auch nicht mehr so wirklich heizen. Bzw. heizen ja, aber auf die voreingestellte Soll- Temperatur (21 Grad) kamen wir – trotz Dauerspurt der Wärmepumpe – nur selten. Die Stromrechnung lässt grüßen – immerhin rödelte die Pumpe die letzten Tage und Wochen fast auf Dauerschleife, unterbrochen nur durch die Zwangsabschaltung durch die Stadtwerke mittags und abens von zusammen ungefähr 3 Stunden. Zunächst haben wir uns gedacht, dies sei normal, es ist ja kalt und Winter; aber als dann Ende Dezember 520 KW/h auf der Habenseite (nur für Dezember!) standen, kam mir das doch sehr seltsam vor. Teilweise lag der Verbrauch tatsächlich bei 30 KWh am Tag; an andere Tagen wieder nur bei 7 KW/h. Zum Glück haben wir einen Stromzähler nur für die Wärmepume, auf welchem der taggenaue Verbrauch zu sehen ist.

Ich habe mich dann letzte Woche mit Acalor in per e-Mail in Verbindung gesetzt und das Problem geschildert. Bedingt durch die Feiertage, Jahreswechsel etc. bekam ich dann am Montag mitgeteilt, dass sich in den kommenden tagen ein Servicetechniker das ganze mal ansehen wird. Heute morgen (Mittwoch) war bereits der Servicetechniker da. Das gibt schonmal 5 Sterne für den Kundenservice!

Das von uns geschilderte Problem ist bei Acalor offenbar bekannt. Der Hersteller eines der verbauten Teile hatte dieses falsch programmiert, was zur Folge hatte, dass eine der beiden Leitungen, welche die Wärme von dem Verdampfer ins Haus leiten, zugefrohren war. Es kam also nur die halbe Leistung im Haus an. So konnte es natürlich auch nicht warm genug werden. Kein Wunder, dass die Wärmepumpe Überstunden machte. Der Servicetechniker spielte vor Ort  ein Softwareupdate auf. Damit sollte es erledigt sein. Wir werden sehen.

Mittlerweile wohnen wir mehr als 3 Monate in unserem Danhaus, der Winter ist in vollem Gange. Eigentlich die richtige Zeit, auch ein erstes Fazit über das Heizsystem zu ziehen.

Für alle Interessierten habe ich ein pdf hochgeladen, aus welchem der bisheriger Verbrauch von Oktober 2014 – Dezember 2014 ersichtlich ist.

Heizungsverbrauch 2014

Der Heizungsverbrauch dürfte aber – in Anbetracht der geschilderten Entwicklung – nicht den eigentlich zu erwartenden Verbrauch darstellen und ist daher für andere Bauvorhaben nicht repräsentativ. Ich warte mit einem Fazit noch bis zum Ende des Winters. Auch möchte ich abwarten, ob das „Problem“ mit dem Softwareupdate gelöst wurde.