Update: Acalor Wärmepumpe und die Sperrzeit

Zuletzt hatte ich ja berichtet, dass Acalor nochmal vor Ort gewesen war um den Warmwasserthermostat und den Raumthermostat an den Hausstrom zu klemmen aufgrund unserer Sperrzeitregelung und dem damit einhergehenden Zwangsbetrieb der Wärmepumpe nach Ende der Sperrzeit.

Durch das Umklemmen konnte der Stromverbrauch deutlich reduziert werden. Wir hatten einen wöchentlichen Verbrauch vor dem Umklemmen von ca. 40-50 KWh pro Woche nur für das warme Wasser. Nach dem Umklemmen konnte ich einen Maximalverbrauch von 33,9 kWh / Woche und einen Minimalverbrauch von 23 KWh / Woche ablesen.  Der eigentliche Verbrauch hängt natürlich von dem eigenen Wassernutzungsverhalten ab. Bei uns wird täglich geduscht und ab und zu auch im Sommer gebadet. Operation war mithin äußerst erfolgreich.

An dieser Stelle sei auch nochmals der Kundendienst von Acalor gelobt.

Acalor Wärmepumpe und die „Sperrzeit“

Heute war mal wieder der Acalor Monteur bei uns. Unser Modell kommt offenbar mit den von den Stadtwerken verordneten Sperrzeiten nicht ganz klar.

Wir haben Ende April die Wärmepumpe ausgeschaltet bzw. nur noch auf Warmwasserbetrieb gestellt. Was im Winter noch ein Abfallprodukt vom Heizen ist, muss im Sommer natürlich ohne Heizung auch erwärmt werden.

Nun haben wir aber von unseren Stadtwerken am Tag zwei „Sperrstunden“, in welchen der Wärmepumpenstrom ausgeschaltet wird. Problem bei der Sache war aber, dass die Wärmepumpe nach den Sperrstunden immer angesprungen ist, auch wenn kein Warmwasser verbraucht wurde. Die Wärmepumpe rödelte dann teilweise bis zu 90 Minuten vor sich hin, ohne dass es irgendeinen Sinn gemacht hätte. Quasi 1-2 Stunden am Tag sinnloser Stromverbrauch. Das geht auf Dauer dann doch ins Geld.

Laut Acalor braucht der Warmwasserthermostat (aber auch der Raumthermostat) nach der Zwangspause etwas, um wieder die tatsächlichen Temperaturen zu „erfühlen“. So lange, wie es aber bei uns dauert, sei sehr ungewöhnlich. Der Grund hierfür wurde uns nicht genannt. Vielleicht ist er auch gar nicht bekannt bei Acalor.

Dem hat Acalor jetzt ziemlich einfach entgegen gewirkt: die beiden Thermostate hängen nun nicht mehr am Wärmepumpen-, sondern am Hausstrom und sind nicht mehr von der „Zwangspause“ betroffen. So sollten die Thermostate die tatsächlichen Temperaturen dauerhaft kontrollieren und müssen nicht nach der Zwangspause die Werte erst ermitteln. Hierdurch müsste sich dann auch in der Zukunft der Verbrauch senken. Ich bin gespannt.

Fünf Sterne gibt es aber wieder für den Acalor Kundendienst: schnell, freundlich, zuverlässig. So muss das sein.

Besser spät als nie: der Blower Door Test

Ende Februar hat dann unser Bauleiter, Herr Mootz, letztendlich noch den „Blower Door Test“ bei uns durchgeführt. Wir konnten den Test aus terminlichen Gründen erst jetzt durchführen; irgendwie hatten wir die ganze Zeit keinen übereinstimmenden passenden Termin mit unserem Bauleiter finden können. Aber wie sagt man so schön: besser spät als nie.

Der Bauherr hat vor dem Test bereits kleine Vorbereitungen getroffen: die Lüftung muss ausgeschaltet werden (geht nur über die Sicherung), die Aufsätze auf der Lüftung müssen so angebracht werden, dass keine Luft mehr einströmen kann (einfach umdrehen) und es soll vorsichtshalber noch mal überall Wasser laufen, dass keine Luft durch die Abflüsse strömen kann.

Bei Danhaus im Leistungsumfang ist der Blower Door Test inklusive. Mit dem Blower-Door-Test lässt sich die Luftdichtheit von Gebäuden zuverlässig messen, Leckagen bereits während der Bauphase feststellen und nach der Beseitigung der Schwachstellen die Qualität aller Maßnahmen zur Abdichtung der Gebäudehülle begutachten und dokumentieren. Es wird dabei ermittelt wie oft das Luftvolumen des Gebäudes bei einem bestimmten Unterdruck (i.d.R. 50 Pascal, entspricht einem Winddruck von ca. 4-5 Beaufort) pro Stunde ausgetauscht wird. Um diesen Differenzdruck aufzubauen wird in den Rahmen eines Fensters oder, wie bei uns, bei der Nebeneingangstür, die sogenannte Blower-Door  eingesetzt. Diese besteht aus einem individuell anpassbaren Aluminiumrahmen, der mit einer luftdichten Nylonplane bespannt ist. In einer Öffnung der Plane sitzt ein Ventilator mit elektronischer Drehzahlregelung.

Nylonplane in der Seiteneingangstor, Blower Door TEst
Nylonplane in der Seiteneingangstor, Blower Door Test

 

"Ventilator" beim Blower Door Test
„Ventilator“ beim Blower Door Test

Messstellen zur Ermittlung des Außen- und Innendrucks und des Druckabfalls in der Ventilatoreinlaufdüse vervollständigen den Messaufbau. Um nun eine gewünschte Druckdifferenz zwischen Gebäudeinnen- und Außenseite aufrecht zu erhalten, muss der Ventilator einen bestimmten Volumenstrom aus dem Gebäude „saugen“, dieser entspricht dem Leckagevolumenstrom der an sämtlichen Fehlstellen von außen in das Gebäude einströmt.  (Quelle der Blower Door Test Beschreibung: http://www.christofmootz.de/Blower-Door-Test.html ).

Der Test an sich verläuft dann allerdings ziemlich unspektakulär. Der kleine Ventilator Trödelt vor sich hin und erzeugt den Unterdruck um Haus. Das ganze dauert ca. 15 – 20 Minuten und fertig ist der Test. Das Aufbauen der Apparatur dauert länger als der Test selbst.

Für ein KfW 55 Haus wie wir es haben sieht der Gesetzgeber einen Wert von 3,0 vor, der durch die Messung erreicht werden muss. Danhaus hat sich hier ein anderes Ziel gesetzt und halbiert das ganze bereits auf 1,5. Bei uns kam letztendlich ein Wert von 0,84 heraus. Laut unserem Bauleiter ein hervorragender Wert im Bereich des Passivhausstandards. Was wir bereits den Winter über dachten hatte sich nun bestätigt: die Zimmerleute haben hervorragende Arbeit geleistet und das Haus ist dicht.

Dies hat man auch in den zurückliegenden Tagen während des Sturmtiefs „Niklas“ gemerkt. Es zieht nirgends. Zudem ist das Haus auch sehr gut schallisoliert, so dass man von dem windigen Treiben im Haus selbst gar nichts mitbekommen hatte.

Der erste Mangel – Wärmepumpe kommt nicht auf Touren; Heizungsverbrauch 2014

Ganz ohne Mängel geht es offenbar auch bei Danhaus nicht. Als es die letzten Tage so kalt war (Minusgrade) wollte die Wärmepumpe von Acalor leider auch nicht mehr so wirklich heizen. Bzw. heizen ja, aber auf die voreingestellte Soll- Temperatur (21 Grad) kamen wir – trotz Dauerspurt der Wärmepumpe – nur selten. Die Stromrechnung lässt grüßen – immerhin rödelte die Pumpe die letzten Tage und Wochen fast auf Dauerschleife, unterbrochen nur durch die Zwangsabschaltung durch die Stadtwerke mittags und abens von zusammen ungefähr 3 Stunden. Zunächst haben wir uns gedacht, dies sei normal, es ist ja kalt und Winter; aber als dann Ende Dezember 520 KW/h auf der Habenseite (nur für Dezember!) standen, kam mir das doch sehr seltsam vor. Teilweise lag der Verbrauch tatsächlich bei 30 KWh am Tag; an andere Tagen wieder nur bei 7 KW/h. Zum Glück haben wir einen Stromzähler nur für die Wärmepume, auf welchem der taggenaue Verbrauch zu sehen ist.

Ich habe mich dann letzte Woche mit Acalor in per e-Mail in Verbindung gesetzt und das Problem geschildert. Bedingt durch die Feiertage, Jahreswechsel etc. bekam ich dann am Montag mitgeteilt, dass sich in den kommenden tagen ein Servicetechniker das ganze mal ansehen wird. Heute morgen (Mittwoch) war bereits der Servicetechniker da. Das gibt schonmal 5 Sterne für den Kundenservice!

Das von uns geschilderte Problem ist bei Acalor offenbar bekannt. Der Hersteller eines der verbauten Teile hatte dieses falsch programmiert, was zur Folge hatte, dass eine der beiden Leitungen, welche die Wärme von dem Verdampfer ins Haus leiten, zugefrohren war. Es kam also nur die halbe Leistung im Haus an. So konnte es natürlich auch nicht warm genug werden. Kein Wunder, dass die Wärmepumpe Überstunden machte. Der Servicetechniker spielte vor Ort  ein Softwareupdate auf. Damit sollte es erledigt sein. Wir werden sehen.

Mittlerweile wohnen wir mehr als 3 Monate in unserem Danhaus, der Winter ist in vollem Gange. Eigentlich die richtige Zeit, auch ein erstes Fazit über das Heizsystem zu ziehen.

Für alle Interessierten habe ich ein pdf hochgeladen, aus welchem der bisheriger Verbrauch von Oktober 2014 – Dezember 2014 ersichtlich ist.

Heizungsverbrauch 2014

Der Heizungsverbrauch dürfte aber – in Anbetracht der geschilderten Entwicklung – nicht den eigentlich zu erwartenden Verbrauch darstellen und ist daher für andere Bauvorhaben nicht repräsentativ. Ich warte mit einem Fazit noch bis zum Ende des Winters. Auch möchte ich abwarten, ob das „Problem“ mit dem Softwareupdate gelöst wurde.

 

Nachlese

Da es in den letzten Wochen vor und nach dem Umzug (es gibt immer was zu tun….) doch sehr stressig war, habe ich noch gar keine Bilder von der handgemachten Terrasse und dem selbst angelegten Garten veröffentlicht.

1. Terrasse

Der Bau der Terasse ist eigentlich ganz simpel, war aber dennoch sehr langwierig. Dies ist nicht zuletzt auch der Größe der Terasse geschuldet gewesen. Wir haben die ganze Rückseite des Hauses als Terrasse geplant. Dies entsprich alleine schon einer Länge von 8,40 Metern. Die Breite haben wir dann auf 2,50 Meter festgelegt. Letztendlich der Einfachkeit halber, da die Hölzer für die Unterkonstruktion genau 2,50 Meter lang waren.

Die Unterkonstruktion besteht aus simplen Douglasienbalken, welche von mir vor der Verwendung noch mit Holzschutzlasur behandelt wurden. Damit die Hölzer nicht im direkten Kontakt zum Sandboden stehen, haben wir noch eine Art Gummi darunter gelegt. Hat uns Hornbach so empfohlen. Generell ist ja angesagt, unter der Terrasse noch Kies zu verteilen, um das Gelände entsprechend zu nivellieren. Diesen Schritt haben wir gleich mal übersprungen. Aufbau also: Sand, Gummi, Holz, Terassendielen.

Die Geländenivellierung haben wir dann bei jedem Balken der Unterkonstruktion selbstständig erledigt. Das war an der Geschichte die anspruchsvollste Beschäftigung. Bei allen 21 Balken musste Sand (hatten wir ja genug im Garten) unter den Balken eingebracht werden um das Geländeniveau anzugleichen.  Nachdem diese Drecksarbeit erledigt war, mussten „nur“ noch die Dielen auf die Unterkonstruktion geschraubt werden. Diese haben wir im Versatz verlegt, so dass am Ende jeder Reihe die Stichsäge zum Einsatz gekommen ist. Den Bereich um die Stützpfeiler der Loggia haben wir ausgespart und später mit Ziersteinen aufgefüllt. ca. 600 Terassenschrauben wurden versenkt, aber das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen.

Terrassenmaterial
Terrassenmaterial
fertige Unterkonstruktion
fertige Unterkonstruktion
Terrasse im Bau
Terrasse im Bau
fertige Terrasse, ohne Zierkies
fertige Terrasse, ohne Zierkies

2. Rasen

Ende September haben wir dann auch noch den Rasen ausgesäht. Zuvor wurde in mühsamster Handarbeit der gesamte Garten mit einer Gartenkralle umgegraben und hierbei sämtliches Unkraut entfernt. Alleine das Unkraut machte eine ganze Schubkarre voll. Ich habe zuvor noch daran gedacht, eine Gartenfräse auszuleihen, mich dann aber dagegen entschieden. „Das schaffst du auch so“. Im Nachhinein wäre es mit einer Fräse wohl weitaus schneller gegangen und auch weniger anstrengend gewesen. Innerhalb zwei Tagen war dann aber der gesamte Garten einmal umgegraben.

Im Anschluss haben wir „Spiel und Sportrasen“ von Compo entschieden. Ein Sack mit 5 kg sollte eigentlich für 250m² reichen; dies würde also genau unseren Bedarf abdecken. Letztendlich haben wir 2 5kg Säcke benötigt.  Zunächst haben wir versucht, den Rasen mit einem Sähwagen auszusähen. Genau das sieht man auch noch gut auf den Bilden. Aber irgendwie sind wir mit dem Wagen nicht so ganz klar gekommen, so dass die zweite Hälfte per Hand ausgespäht wurde. Nach dem Sähen haben wir dann den Rasen täglich noch mit dem Rasenspänger bewässert. Nach ungefähr einer Woche fing der Rasen auch an zu wachsen, mitte November erfolgte dann auch das erste Mähen.

Noch sind Lücken vorhanden. Diese werden sich aber nach dem Nachsähen im nächsten Frühjahr schließen.

 

Ausgangslage....
Ausgangslage….
Unseren zwei Hunden gefiel es auch ohne Rasen
Unseren zwei Hunden gefiel es auch ohne Rasen
fast fertig umgegrabener Garten
fast fertig umgegrabener Garten

 

es wächst weiter....
es wächst weiter….
es wächst!
es wächst!
Die Wiese wächst....
Die Wiese wächst…. Das Bild vor dem Mähen. Nach dem Mähen existiert leider keins.

….mit glatthaar Keller