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Man sollte nicht alles glauben….

…was in Gutachten steht.

Im letzten Eintrag habe ich berichtet, dass ich das Tiefbauamt der Stadt in der wir bauen wegen des Bemessungsgrundwasserstandes aus dem Baugrundgutachten zurückrufen soll. Bezüglich des Bemessungsgrundwasserstandes konnte keine Aussage getroffen werden. Es erfolgte aber der Rat, mich mit einem ortsansässigen Unternehmen aus dem Bereich der Hydrogeologie in Verbindung zu setzen. Eventuell kann mir ja dort geholfen werden.

Ironie: Genau von diesem Unternehmen hatten wir im Vorfeld auch einen Kostenvoranschlag für die Erstellung eines Baugrundgutachtens angefordert, uns aber aus Kostengründen für ein anderes Unternehmen entschieden.

Dennoch bin ich dem Rat der Stadt gefolgt und habe mich mit dem Unternehmen in Verbindung gesetzt. Meine Vermutung, dass der Bemessungsgrundwasserstand in dem Baugrundgutachten nicht richtig sein kann, wurde sehr schnell bestätigt. Ganze zwei Meter weniger würde er in der Ecke der Stadt betragen hieß es. Man hätte sehr aufwändige Erhebungen in der Vergangenheit aufgrund von Bauobjekten in der Ecke gemacht.

Es folgte ein angenehmes, etwas längeres Gespräch über die weitere Vorgehensweise.

Mit den neuen Zahlen konfrontierte ich sodann die Firma, welche das erste Baugrundgutachten erstellt hat. Es wurde dort jedoch auf die Richtigkeit der Daten gepocht. Letztendlich haben wir dann das ortsansässige Unternehmen nochmals mit der genauen Bestimmung des Bemessungsgrundwasserstandes beauftragt. Es wurden ausführlich Daten erhoben und kostenpflichtige Infos von Behörden eingeholt. Und siehe da: die Vermutung hat sich letztendlich bewahrheitet: der tatsächliche Bemessungsgrundwasserstand liegt ZWEI!!! Meter unter dem im ersten Gutachten festgestellten Wert.

Die nun zugrunde gelegten Daten hätten auch von dem ersten beauftragten Unternehmen eingeholt werden können; wurden sie aber nicht. Man hat hier auf eine kostenfreie für jeden zugängliche Homepage zurückgegriffen und die Daten aus diesen Grundwasserentnahmestellen genommen. Und diese befinden sich im Schnitt 2 km von unserem Baugrundstück entfernt.

Noch haben wir nicht die schriftliche Bestätigung. Aber die bekommen wir bald. Aufgrund des neuen Bemessungsgrundwasserstandes kann voraussichtlich völlig auf eine Auftriebssicherung verzichtet werden. Und auch die Lichtschächte müssen wohl nicht gegen drückendes Wasser abgedichtet werden. Geschätzt liegen die ersparten Kosten durch die ergänzende Stellungnahme bei fast 12.000 €.

Ende gut alles gut? Nein. Es geht gerade erst los. Wir werden sehen welche Überraschungen uns noch erwarten.

Aktuell befindet sich auch die Vorbereitung des Bauantrags in den Endzügen. Es ist in Bewegung. Alles.

Kapitänsgiebel, Auftriebssicherung und drückendes Wasser

Den Entwurf mit dem Kapitänsgiebel haben wir vor einiger Zeit bekommen. Dieser sieht dann doch ganz gut aus. Wir können damit leben.

Allerdings haben sich schon wieder Mehrkosten aufgetan. Und diesmal ganz erhebliche Mehrkosten. Nachdem ich das Baugrundgutachten gelesen hatte war mir klar, dass wir den Keller nicht gegen aufstaunendes, sondern gegen drückendes Wasser abdichten müssen. Damit hab ich gerechnet.

Aber: Aufgrund des im Baugrundgutachten angegebenen Bemessungsgrundwasserstandes mit pi mal Daumen 20 cm unter dem Gras brauchen wir eine Auftriebssicherung. Diese hindert das Haus quasi am wegschwimmen, sollte das Grundwassers tatsächlich mal bis zur Bemesserungsgrenze steigen. Klingt komisch? Muss aber tatsächlich sein. Wird aber wohl nie passieren.

Mehrkosten: kann man uns nicht genau sagen. Der Statiker muss erst berechnen, welche Größe die Bodenplatte haben muss. Mit 10.000 € sollte man aber schon rechnen.

Nach reichlichem Brüten kommt die Höhe des Bemessungsgrundwasserstands dann doch sehr hoch vor. Vor allem auch deshalb, weil in der Gemeinde in der wir bauen der Grundwasserstand in den letzten Jahrzenten immer weiter gefallen ist. Ich habe dann das Tiefbauamt angerufen die mir bestätigten, dass der angegebene Bemessungsgrundwasserstand wirklich zu hoch sein könnte. Man möchte sich aber noch rückversichern und ich soll doch am Ende der Woche nochmal anrufen.

Ein wenig beruhigend. Man darf gespannt sein auf Freitag.

Eine gute Nachricht gibt es aber auch noch: wir haben unsere Küche geplant und auch der lageplant vom Ingenieurbüro ist da.